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Was wird gefördert?
Das Programm fördert sowohl Immobilien zur Eigennutzung als auch Kapitalanlagen.
Gefördert werden energetische Sanierungen, die ein Wohngebäude zu einem Effizienzhaus 85 oder besser machen. Die Immobilie muss mindestens fünf Jahre alt sein. Auch die Sanierung von Baudenkmälern ist möglich.
Mit diesem Förderkredit unterstützt die KfW Sie auch dabei, bisher ungenutzte Flächen in Wohnraum umzuwandeln.
Zum Kauf eines frisch sanierten Effizienzhauses können Sie ebenfalls eine Förderung erhalten, sofern die Sanierungskosten im Kaufvertrag separat aufgeführt sind.
Das Programm deckt verschiedene Kosten ab, darunter:
- Alle Sanierungsmaßnahmen, die zur Effizienzhaus-Stufe führen.
- Baunebenkosten und Wiederherstellungskosten.
- Zusätzliche Kosten für die Fachplanung und Baubegleitung durch Energieeffizienz-Experten.
Kredit und Zuschüsse
Sie können einen Kredit von bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit erhalten. Zusätzlich gibt es einen Tilgungszuschuss von bis zu 37.500 Euro, den Sie nicht zurückzahlen müssen.
Wenn Sie eine besonders nachhaltige Sanierung durchführen und dafür ein Nachhaltigkeitszertifikat erhalten, gibt es einen zusätzlichen Bonus.
Wer bekommt die Förderung?
Das KfW-Programm 261 richtet sich an alle, die ihr Gebäude energieeffizient sanieren möchten, egal ob Sie die Immobilie selbst bewohnen, sie vermieten oder als Kapitalanlage nutzen wollen.
Zu den Förderberechtigten gehören:
- Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften
- Unternehmen (wie kommunale Unternehmen und freiberuflich Tätige)
- juristische Personen des Privatrechts, zum Beispiel Wohnungsbaugenossenschaften
- Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts (z. B. Kammern oder Verbände)
- Soziale Organisationen und Vereine
- Contracting-Geber (Dritte, die für Sie die Sanierung durchführen)
Gut zu wissen:
Der Antrag für die KfW-Förderung muss vor dem Start Ihrer Sanierung gestellt werden. Die Planung und Beratung durch einen Energieeffizienz-Experten kann aber schon vorher beginnen.
Sie erhalten einen zinsgünstigen Kredit, der bis zu 100 % der förderfähigen Kosten abdeckt. Die KfW vergibt diesen Kredit über Ihre Bank oder einen anderen Finanzierungspartner.
Sechs Schritte zur Kreditbeantragung
1. Beratung und Planung
Bevor Sie starten, lassen Sie sich von einem Energieeffizienz-Experten beraten. Er hilft Ihnen, die Sanierung zu planen und die nötigen Unterlagen, wie die „Bestätigung zum Antrag“ (BzA), vorzubereiten.
2. Finanzierung planen
Erstellen Sie eine umfassende Finanzierungsplanung. Ihr Berater vergleicht dabei die Konditionen verschiedener Anbieter und bezieht mögliche Förderungen mit ein.
3. Antrag und Kreditvertrag
Ihr Berater regelt die Formalitäten mit dem Finanzierungspartner (z. B. Ihrer Bank), der den Antrag für Sie bei der KfW stellt. Wichtig ist, dass Sie den Antrag stellen, bevor Sie mit der Sanierung beginnen oder den Kaufvertrag unterschreiben.
4. Zusage und Auszahlung
Nachdem der Antrag genehmigt wurde, wird der Kredit über Ihren Finanzierungspartner ausgezahlt. Sie können den Betrag in einer Summe oder in Teilen innerhalb von 12 Monaten abrufen.
5. Umsetzung
Nach Erhalt der Kreditzusage können Sie mit den Arbeiten beginnen oder den Kaufvertrag abschließen.
6. Dokumentation und Nachweis
Nach Abschluss der Sanierung muss Ihr Energieeffizienz-Experte die „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD) ausstellen. Diese legen Sie bei Ihrem Finanzierungspartner vor, damit Ihnen der Tilgungszuschuss gutgeschrieben wird. Beim Kauf eines sanierten Hauses erhalten Sie diese Bestätigung vom Bauträger.
Vor- und Nachteile der KfW-Förderung für effiziente Sanierungen
Vorteile
Finanzielle Unterstützung: Sie erhalten zinsgünstige Kredite und einen attraktiven Tilgungszuschuss, was bedeutet, dass Sie einen Teil des Kredits nicht zurückzahlen müssen.
Flexibilität: Das Programm bietet verschiedene Laufzeiten von bis zu 30 Jahren und die Möglichkeit, die Rückzahlung am Anfang auszusetzen.
Kombinierbarkeit: Dieser Kredit kann mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden.
Umweltschutz: Ihre Immobilie wird energieeffizienter und umweltfreundlicher, wodurch Sie langfristig Ihre Heizkosten senken.
Fachliche Unterstützung: Experten für Energieeffizienz helfen Ihnen bei der Planung und Umsetzung, damit Sie die Anforderungen erfüllen und die Fördermittel optimal nutzen.
Nachteile
Auflagen: Sie müssen bestimmte Vorgaben zu Energieeffizienz und Energienutzung einhalten.
Bürokratie: Der Antrag und die Nachweise bedeuten zusätzlichen Verwaltungsaufwand.
Komplexität: Bei Projekten von Wohnungseigentümergemeinschaften kann der Prozess komplizierter sein.
Weitere Fördermöglichkeiten durch die KfW
Unsere Spezialisten für Baufinanzierung beraten Sie gern
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