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Welche Maßnahmen können durch die BAFA gefördert werden?
Die BAFA-Förderung hilft Ihnen, Ihr Haus energieeffizienter zu machen. Diese Förderung heißt offiziell BEG EM.
Das BAFA gibt Ihnen einen Zuschuss, den Sie nicht zurückzahlen müssen. Das ist ein wichtiger Unterschied zu den Krediten der KfW mit niedrigen Zinsen, die Sie aber zurückzahlen müssen.
Sie erhalten Geld für diese Projekte:
Was genau wird gefördert?
- Wenn Sie die Gebäudehülle dämmen, zum Beispiel das Dach oder die Wände.
- Wenn Sie Ihre Heizung optimieren.
- Wenn Sie andere Anlagen im Haus verbessern, die keine Heizungen sind.
- Wenn Sie einen Fachmann für die Planung und Begleitung der Bauarbeiten bezahlen.
Wer ist für den Heizungstausch zuständig?
Seit Anfang 2024 bekommen Sie keine BAFA-Zuschüsse mehr für den Austausch Ihrer Heizung. Diese Förderung läuft jetzt über die KfW.
Wichtige Abkürzungen:
Damit Sie sich besser auskennen –
- BAFA: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
- KfW: Kreditanstalt für Wiederaufbau
- BEG: Bundesförderung für effiziente Gebäude
- iSFP: individueller Sanierungsfahrplan
- EEE: Energieeffizienz-Experte
Wichtige Punkte, die zu berücksichtigen sind:
Was wird gefördert?
Die BEG EM Förderung hilft Ihnen bei einzelnen Maßnahmen, die Ihr Haus energieeffizienter machen. Das gilt für Gebäude, die mindestens fünf Jahre alt sind.
Experten sind wichtig
Um eine BAFA-Förderung zu erhalten, müssen Sie immer einen Energieeffizienz-Experten beauftragen. Das ist bei der Heizungsoptimierung die einzige Ausnahme.
Der Experte übernimmt wichtige Aufgaben für Sie:
- Er sieht sich Ihr Haus an, um festzustellen, wie der aktuelle Zustand ist.
- Er plant, welche Maßnahmen am besten geeignet sind.
- Er erstellt die notwendigen Unterlagen für den Antrag.
- Wenn gewünscht, entwickelt er auch einen individuellen Plan, wie Sie Ihr Haus Schritt für Schritt sanieren können.
Wann und wie stelle ich den Antrag?
Der Antrag für die BAFA-Förderung muss nachdem Sie den Vertrag für die Bauarbeiten unterschrieben haben, aber bevor die Arbeiten losgehen, gestellt werden.
Wichtig ist auch, dass Sie keine Anzahlungen leisten, bevor der Antrag gestellt wurde.
Den Antrag können Sie entweder selbst im BAFA-Portal einreichen oder Ihr Energieeffizienz-Experte kann das für Sie übernehmen, wenn Sie ihm eine Vollmacht geben.
Vorteile einer BAFA-Förderung
Die finanzielle Belastung für Ihre Sanierungsarbeiten wird verringert.
Das Geld, das Sie als Zuschuss erhalten, müssen Sie nicht zurückzahlen.
Die Beantragung erfolgt einfach über das Online-Portal der BAFA.
Unter bestimmten Bedingungen können Sie die BAFA-Förderung mit anderen Programmen kombinieren.
Nachteile
Sie müssen die Vorgaben und Fristen der BAFA genau einhalten.
Sie müssen den Antrag selbst stellen. Ein Energieeffizienz-Experte kann das nur für Sie tun, wenn Sie ihm eine Vollmacht erteilen.
Die Förderungen im Einzelnen
1. Die Gebäudehülle
- Dämmung: Wenn Sie die Fassade, das Dach, Wände oder Böden dämmen.
- Fenster und Türen: Wenn Sie alte Fenster und Türen durch neue ersetzen.
- Sonnenschutz: Wenn Sie außenliegende Rollos oder Jalousien anbringen, um im Sommer die Hitze draußen zu halten.
Sie bekommen 15 % der Kosten zurück.
Wenn Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) haben, erhalten Sie 5 % zusätzlich.
Für die Planung durch einen Fachmann bekommen Sie 50 % der Kosten erstattet.
2. Anlagentechnik (ohne Heizung)
- Lüftungsanlagen: Wenn Sie eine Lüftung einbauen, die Wärme wiederverwenden kann.
- Smart-Home-Systeme: Wenn Sie Technik installieren, die Ihnen hilft, Energie zu sparen.
Sie bekommen 15 % der Kosten zurück.
Wenn Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) haben, erhalten Sie 5 % zusätzlich.
Für die Planung durch einen Fachmann bekommen Sie 50 % der Kosten erstattet.
3. Gebäudenetz
Ein Gebäudenetz ist eine Art kleiner Heizverbund für 2 bis 16 Gebäude oder maximal 100 Wohnungen. Die Förderung bekommen Sie für den Bau, Umbau oder die Erweiterung eines solchen Netzes.
Sie bekommen 30 % der Kosten zurück.
Es kann einen Bonus von bis zu 20 % geben, wenn Sie schnell handeln.
Haushalte mit einem geringen Einkommen (unter 40.000 €) erhalten zusätzlich 30 %.
Für die Planung durch einen Fachmann bekommen Sie 50 % der Kosten erstattet.
4. Heizungsoptimierung
- Hydraulischer Abgleich: Wenn die Wärme in den Heizkörpern besser verteilt wird.
- Dämmung: Wenn Sie die Rohre Ihrer Heizung dämmen.
- Steuerungstechnik: Wenn Sie moderne Technik einbauen, die die Heizung regelt.
Sie bekommen 15 % der Kosten zurück.
Wenn Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) haben, erhalten Sie 5 % zusätzlich.
Für die Planung durch einen Fachmann bekommen Sie 50 % der Kosten erstattet.
Emissionsminderung bei Biomasseheizungen:
Wenn Sie Maßnahmen ergreifen, um den Staubausstoß Ihrer Holzheizung zu verringern, bekommen Sie 50 % der Kosten zurück.
Für die Planung durch einen Fachmann bekommen Sie 50 % der Kosten erstattet.
Sie erhalten zusätzlich einen Zuschuss von 2.500 Euro, wenn der Staubausstoß sehr gering ist.
Da die Kosten für eine Energieberatung unterschiedlich sein können, sollten Sie immer einen Kostenvoranschlag einholen.
Das BAFA zahlt einen Zuschuss von bis zu 50 % der Kosten. Dieser Zuschuss ist begrenzt auf maximal:
- 650 Euro für Ein- oder Zweifamilienhäuser.
- 850 Euro für Wohnhäuser mit drei oder mehr Wohnungen.
Das Geld erhalten Sie für eine Beratung vor Ort durch einen Energieeffizienz-Experten. Der Experte kann dabei auch einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) oder einen Beratungsbericht erstellen.
Obergrenzen für die Förderung
Für Einzelmaßnahmen können Sie bis zu 30.000 Euro erhalten. Wenn Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) nutzen, erhöht sich die Obergrenze auf 60.000 Euro.
Für Anlagen zur Wärmeerzeugung (z. B. eine neue Heizung) gelten folgende Höchstgrenzen:
- 30.000 Euro für die erste Wohnung.
- 15.000 Euro für die zweite bis sechste Wohnung.
- 8.000 Euro ab der siebten Wohnung.
Was die BAFA nicht fördert:
Heizungstausch
Seit dem 1. Januar 2024 erhalten Sie keine Förderung vom BAFA mehr, wenn Sie Ihre Heizung austauschen möchten. Dafür ist jetzt die KfW zuständig. Sie können eine Förderung über das KfW-Programm 458 beantragen.
Generelle Ausschlüsse
- Maßnahmen, die nicht in den Förderlisten der BAFA stehen oder die Bedingungen nicht erfüllen.
- Bauprojekte, bei denen Sie schon Anzahlungen geleistet oder mit den Arbeiten begonnen haben. Der Antrag muss immer vor dem Start der Maßnahme gestellt werden.
- Projekte an Häusern, die weniger als fünf Jahre alt sind.
Was bringt die BAFA-Beratung?
Für fast jede BAFA-Förderung benötigen Sie die Hilfe eines Energieeffizienz-Experten. Die einzige Ausnahme ist die Heizungsoptimierung.
Wann sollten Sie sich beraten lassen?
Sie sollten so früh wie möglich einen Experten hinzuziehen. Sobald Sie erste Ideen für eine Sanierung haben, sollte der Experte mit in die Planung und die Beantragung der Fördermittel einbezogen werden.
Was kostet die Beratung und wie wird sie gefördert?
Die Kosten für eine Energieberatung sind nicht festgelegt, daher sollten Sie immer einen Kostenvoranschlag anfordern.
Das BAFA übernimmt bis zu 50 % der Kosten für die Beratung. Der Zuschuss ist aber begrenzt:
- Auf 650 Euro für Ein- oder Zweifamilienhäuser
- Auf 850 Euro für Wohnhäuser mit drei oder mehr Wohnungen
Was macht der Energieeffizienz-Experte?
Der Experte kümmert sich um die gesamte Beratung und Analyse Ihrer geplanten Sanierung. Dazu gehören die Planung und die Begleitung der Bauarbeiten.
- Er analysiert den aktuellen Zustand Ihres Hauses.
- Er erstellt ein Sanierungskonzept.
- Er fertigt, falls nötig, einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) an.
- Er schätzt die Kosten und findet alle förderfähigen Ausgaben.
- Er berechnet, wie viel Energie Sie in Zukunft sparen werden.
- Er plant und erstellt alle notwendigen Unterlagen.
- Er berät alle Beteiligten, auch die Handwerker.
- Er begleitet die Bauarbeiten und überprüft, wie das Projekt vorangeht.
- Er hilft bei der Bauabnahme, kontrolliert alle Rechnungen und erstellt die letzten Nachweise.
Der individuelle Sanierungsfahrplan für Ihre Immobilie
Hilfreich und auch lohnend:
Wenn Sie Ihr Zuhause Schritt für Schritt sanieren möchten, ist ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) eine große Hilfe. Er zeigt Ihnen genau, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge am sinnvollsten sind.
Zuerst behandelt der Plan den aktuellen Zustand Ihres Hauses. Dann legt er die nötigen Schritte fest, um Ihr Ziel zu erreichen: nämlich, dass Ihr Haus weniger Energie verbraucht.
Der Plan schätzt auch die Kosten für die einzelnen Schritte. Das macht die gesamte Sanierung für Sie einfacher zu planen und zu kalkulieren.
Wann lohnt sich ein iSFP?
Ein iSFP ist sinnvoll, wenn Sie mehrere Sanierungsmaßnahmen vorhaben. Er ist besonders wichtig, wenn Sie Ihr Haus so sanieren möchten, dass es den hohen Anforderungen an ein Effizienzhaus entspricht.
Finanzielle Vorteile
Wenn Sie einen iSFP haben, erhalten Sie vom BAFA einen Bonus von 5 % auf bestimmte Förderungen. Das gilt für Maßnahmen an der Gebäudehülle, an der Technik und bei der Heizungsoptimierung.
Außerdem erhöht sich die maximale Fördersumme: Mit einem iSFP können Sie bis zu 60.000 Euro für ein Projekt erhalten, während es ohne einen Plan nur 30.000 Euro sind.
Was ist bei der Beantragung zu beachten?
Wenn Sie eine BAFA-Förderung beantragen, müssen Sie sich gut vorbereiten. Am besten lassen Sie sich dabei von einem Energieeffizienz-Experten unterstützen. Sie können dem Experten sogar eine Vollmacht geben, damit er den Antrag für Sie stellt.
Die wichtigsten Schritte für den Antrag
Beziehen Sie einen Experten ein:
Bei fast allen Maßnahmen ist die Hilfe eines Energieeffizienz-Experten notwendig. Die einzige Ausnahme ist die Heizungsoptimierung.
Wählen Sie eine Maßnahme aus:
Lassen Sie sich vom Experten beraten und holen Sie Angebote von Firmen ein, um zu sehen, ob das Projekt für Sie machbar ist.
Vertrag unterschreiben:
Sie müssen einen Vertrag mit der Baufirma abschließen. Darin sollte stehen, dass er nur gültig wird, wenn Ihr Antrag genehmigt wird.
Antrag im BAFA-Portal stellen:
Erst jetzt können Sie den Antrag online ausfüllen. Sie bekommen dann einen persönlichen Link, um sich im Förderportal anzumelden. Wichtig: Sie dürfen keine Anzahlungen leisten und nicht mit den Bauarbeiten beginnen, bevor der Antrag gestellt ist.
Zusage erhalten:
Nachdem das BAFA Ihren Antrag geprüft hat, bekommen Sie eine offizielle Zusage.
Mit den Arbeiten beginnen:
Jetzt können Sie die Firma beauftragen, die Sanierung zu starten.
Nachweise einreichen:
Nachdem die Arbeiten abgeschlossen sind, laden Sie alle nötigen Belege und Dokumente im Förderportal hoch.
Geld erhalten:
Das BAFA schickt Ihnen einen Bescheid und zahlt den Zuschuss aus.
Welche Unterlagen brauche ich?
Beim Antrag:
Sie benötigen die technische Projektbeschreibung und das Online-Antragsformular. Wenn Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) haben, reichen Sie auch diesen ein.
Nach Abschluss der Arbeiten:
Sie müssen den technischen Projektnachweis und den Online-Verwendungsnachweis hochladen.
Weitere Fördermöglichkeiten
Unsere Spezialisten für Baufinanzierung beraten Sie gern
Vertrauen Sie auf die Expertise unserer Finanzierungsspezialisten. Wir nehmen uns Zeit für Ihre individuellen Wünsche und finden die optimale Lösung für Ihr Bauvorhaben – mit fairen Konditionen und einer transparenten Abwicklung von Anfang an.





